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Barbara Held

Wachsobjekte

14.11.2008 - 10.01.2009, verlängert bis 22.01.2009 Finissage Donnerstag 22.01.2009 ab 19:00 Uhr (Über Weihnachten und Neujahr ist die Galerie geschlossen und öffnet wieder am Fr 09.01.2009)

Seit 1998 nutzt Barbara Held Wachs als künstlerisches Medium, ein Material, das sowohl Transparenz als auch materielle Dichte zulässt.
Bevor sie Wachs als bildnerischen Werkstoff entdeckte, arbeitete Barbara Held prozessorientiert mit Farbfolien auf Glasträgern, deren Themen die Veränderung des Farbstoffes durch Licht sind. Die auf Glas geklebten Folien, mit Abstand an die Wand montiert, projizieren durch das Licht die auf den Träger angelegte Form an die Wand. Aus den Jahren 1998 und 1999 stammen monochrome eingefärbte Plexiglasträger, die mit einer angerauten Wachsschicht überzogen die Transparenz der vorher entstandenen Arbeiten in eine plastische Qualität führen.
2000 entstand eine umfangreiche Serie mit Detail-vergrößerungen aus Fotos der Bodenmosaike von St. Marco in Venedig. In Wachs eingegossen, schimmern die Bilder als geometrische Fragmente unter dicken, weißlichen Wachsschichten hervor. Direkt an die Wand montiert, werden die Wachsarbeiten trotz ihres malerischen Charakters zum bildhauerischen Objekt.
In den letzten Jahren entstanden streng geometrische Wachskörper, in Form von "Wachskissen" oder quadratischen Säulen, deren Strenge durch die Bearbeitung der Oberflächen, Kanten und das "Auftauchen" z. B. von Farbkreisen, die wie durch eine milchige Schicht an die Oberfläche scheinen, unterbrochen werden. Das Auge versucht zu fokussieren, den Nebel zu durchdringen. Andere Wachsobjekte werden in ihrer Materialität durch Mulden, die mit Pigment bestäubt oder mit Kolofonium ausgefüllt sind, unterbrochen. Die Objekte unterliegen der Faszination des Materials Wachs. Die Auflösung durch Hitze (Klarheit) und Verhärtung durch Kälte (Trübung) sind deutlich in der Bearbeitung zu sehen. Eine große Bedeutung sind die sinnlichen wie haptischen Reize des Materials. Betont durch die spezielle Bearbeitung der Oberflächen bekommen die Objekt eine samtige Stofflichkeit. Die Arbeiten von Barbara Held bringen einen in eine Welt der sinnlichen Wahrnehmung von etwas Greifbaren was einen »entrückt« bzw. wie »versiegelt« gegenüber steht.

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www.barbaraheld.de