Andrea und Nikolaus Kernbach

[schichtweise]: Skulptur und Zeichnung

19.04.2007 - 19.05.2007

 

…der Titel [schichtweise]: will programmatisch verstanden werden und bezeichnet den gemeinsamen wie konzeptuellen Hauptnenner der Arbeiten von Andrea und Nikolaus Kernbach. Das Wort ›schichtweise‹ funktioniert also wie die Gebrauchsanleitung zum Bau von Kunstwerken. Die Materialien sind verschieden: Gneis, Papier, Pappe und Plastikfolie. Sie alle unterliegen einem Schichtungsgedanken, der entweder horizontal, vertikal, aber auch sphärisch realisiert wird…
(Dr. Herbert Köhler, Kunst- und Kulturpublizist)

Vertikal wird dieser Schichtungsgedanke gezeigt in Andrea Kernbachs Arbeit Turm, einem architektur-bezogenen Stapel aus gefalteten Pappetafeln und horizontal in Innere Linie, einer seismografischen Handzeichnung in serieller Anordnung von Heften. Sphärisch findet die Schichtungsidee eine Form in Kokon, einer Wicklung mit Kunststofffolie.

Nikolaus Kernbachs architektonische Skulpturen Raumschnitt und Raumbruch entstehen durch
raumerzeugendes Brechen, Spalten und Schneiden. Die beim schichtparallelen Spalten freigelegten Oberflächen des Steins werden in den documents zu reliefierten Tomografien aus Büttenkarton und geben Auskunft über die am aufgebauten Stein selber nicht mehr einsehbaren
Spaltlagen. Schicht um Schicht wird schließlich in den Tuschezeichnungen diese Idee von Skulptur formuliert.

 

www.nikolauskernbach.de